Mittwoch, 20. Mai 2015

Wie auf Wölkchen...

Wir alle kennen doch diese Klischees: Mädchen mögen rosa, Jungs blau. Frauen können nicht einparken, Männer schon. Frauen können backen, Männer nicht.

Moment... Männer können nicht backen?! Das Klischee muss ich wiederlegen!

Wir sind zum Kaffeeklatsch bei meinen Eltern eingeladen und was sagt meine Mama? "Er bringt einen Kuchen mit." Er? Der Freund meiner Schwester? Ein Mann bringt einen Kuchen mit? Kann nichts werden! 

Aber: Holla die Waldfee!!! Das wurde was! Er hat einen Käsekuchen gebacken. Ja, einen Käsekuchen. Warum ich so begeistert von einem Käsekuchen bin? Dieser Käsekuchen ist kein 08-15 Käsekuchen, er ist so unglaublich lecker, dass er süchtig macht. Wer ein Stück isst, muss mindestens noch drei hinterher essen um die Lust nur ansatzweise zu stillen - fragt mal meine allerliebste Arbeitskollegin, die wird es bestätigen!


Das Besondere dabei - und Ihr werdet verrückt werden - die Wölkchen auf dem Käsekuchen! Eine Haube aus Eischnee. Traumhaft! Wenn Ihr den Kuchen anschneidet, hört Ihr, wie das Messer durch die luftige Masse gleitet und in diesem Moment verliebt Ihr Euch, ohne zu wissen wie er schmeckt. Ihr seid verliebt, bis ans Ende aller Tage.

Ihr merkt schon, dieser Kuchen gehört zu meinen Lieblingen und dabei ist er so einfach und so gelingsicher wie die in meinem vorherigen Post getestete Backmischung. Versprochen! Schließlich habe ich das Rezept von einem Mann...

Die Zutaten für den Boden und den Rand:
  • 65g Margarine
  • 75g Zucker
  • 1 Ei
  • 200g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
Die Zutaten für die Füllung:
  • 500g Quark
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 150g Zucker
  • 3 Eigelb
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200ml Milch
  • 1 Becher Schmand
  • 150ml Öl
Die Zutaten für den Eischnee:
  • 3 Eiweiß

Die Zubereitung:
Für den Boden und den Rand die Margarine, den Zucker und das Ei schaumig rühren. Mehl und Backpulver mischen und zur Margarine-Zucker-Ei-Mischung geben. Alles zu einem geschmeidigen, festen Teig rühren/kneten. Anschließend in eine gefettete Springform (24-26cm) geben, auf dem Boden platt drücken und einen Rand, so hoch wie möglich, formen. Dabei kann der Teig am Rand ruhig schön dünn sein, lieber den Boden etwas dicker.
 
Nachdem die Springform mit Teig ausgelegt wurde, kann man sie kurz zur Seite stellen. Nun Eigelb und Eiweiß trennen. Hier müsst Ihr ganz penibel darauf achten, dass kein Eigelb im Eiweiß ist. Falls Ihr noch nicht geübt im Trennen seid, kauft lieber ein paar Eier mehr. Das Eiweiß stellt Ihr in den Kühlschrank, sein Einsatz kommt erst kurz bevor der Kuchen fertig gebacken ist.
 
Jetzt geht es an den Belag: Quark, Vanillepuddingpulver, Zucker, Eigelb, Vanillezucker und Schmand werden in eine Schüssel gefüllt und verrührt. Milch und Öl werden nach und nach langsam unter rühren hinzugegeben, bis eine einheitliche Masse entstanden ist. Jetzt füllt Ihr die Masse in die vorher mit Teig ausgelegte Springform. 
 
Alles kommt nun für 50 Minuten in den auf 150 Grad vorgeheizten Umluft-Backofen.
 
Ca. 3 Minuten vor Ablauf der Zeit holt Ihr das Eiweiß aus dem Kühlschrank und schlagt es auf. Wichtig ist, dass die Schüssel und die Rührer sauber, fettfrei, trocken und kühl sind. Ihr könnt von Anfang an volle Power geben. Haltet die Schüssel in der Ihr das Eiweiß aufschlagt leicht schräg und bewegt die Rührer nicht zu viel. Das Eiweiß muss letztendlich so steif sein, dass Ihr es mit einem Messer einschneiden könnt und sich eine Schnittkerbe bildet. So wird es garantiert gelingen.
 
Nach Ablauf der 50 Minuten holt Ihr Eure Springform aus dem Backofen. Mit Hilfe eines Löffels oder Teigschabers verteilt Ihr nun den Eischnee auf dem Käsekuchen. Die letzten Reste könnt Ihr dabei auf den Kuchen "klatschen", so entstehen diese hübschen Wölkchen und Hügelchen. Nun kommt der Käsekuchen mit dem Eischnee für weitere 10 Minuten in den Backofen.
 
Lasst den Kuchen auf jeden Fall vollständig auskühlen bevor Ihr ihn aus der Springform löst, denn der Käsekuchen ist wabbelig und weich wenn er noch warm ist. Dabei kann er schnell zerbrechen. Hier ist Geduld gefragt, das kriegt Ihr hin!
 
Am besten schmeckt er meiner Meinung nach am Tag danach, wenn er die Nacht im Kühlschrank verbracht hat. Dann ist der Käsekuchen schön fest, aber der Eischnee oben immer noch fluffig. Mhhhhhh.... vielleicht gönne ich mir gleich noch ein Stück, denn ich habe den Käsekuchen gleich zwei Mal gebacken.
 
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und Schlemmen! Über ein Feedback freue ich mich.

Eure Jessmyne